Marius von Avenches

Wie die Pocken einen Namen bekamen (Lausanne VD)

Ort

Lausanne

Gedenktag

31. Dezember

Leben/Legende
Heiliger Marius | © Rosvita Liniger

Marius stammt aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Dijon. Er ist der Sohn einer vornehmen Familie und die Klerikerlaufbahn stand für ihn schon sehr früh fest. Marius wird ein gelehrter Mann, er kennt sich in der Medizin ebenso aus, wie in Geschichte und der Theologie. Er soll auch alle kirchlichen Gerätschaften selber angefertigt haben, war also ein ebenso begnadeter Goldschmied.

Die Krankheit Pocken wurde ursprünglich als «Variola» (von lat. = bunt, scheckig, fleckig) bezeichnet. Dieser Begriff stammt vom Heiligen Marius. In seinem Geschichtsbuch, in dem Marius die geschichtlichen Ereignisse zwischen 455 und 581 dokumentierte, wurde er zum ersten Mal erwähnt – erfunden wurde der Krankheitsbegriff aber wohl vom Arzt und Übersetzer Constantinus Africanus. Die Pocken verbreiteten sich ab dem 11. Jahrhundert in der ganzen damals bekannten Welt.

Doch Marius sollte nicht als Mediziner in die Geschichte eingehen, sondern als Bischof:  Ab 675 war er Bischof in Aventicum (Avenches). Da aber Aventicum je länger je mehr an Bedeutung verlor, verlegte er den Bischofssitz in die aufstrebende Stadt Lausanne. Marius verstarb am 31. Dezember 594 in Lausanne. Man begrub ihn in der Kirche St. Thyrsius, die später in St. Marius umbenannt wurde. In Marius‘ Bischofssitz arbeitet heute die waadtländische Regierung.

 

Sehenswürdigkeiten

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